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Witze-Sammlung:

Geschichten aus dem Leben
Ich lauf so über den Hof, denk an nichts böses, - steht so ein kleiner
Junge neben der Jauchegrube und schreit: "Meine Mutter, meine Mutter!"
Er deutet auf die Grube.
Der Polizist der vorbeikommt, reißt sich gleich die Uniform vom Leib,
springt in die Jauchegrube, kommt wieder hoch und prustet: "Ich kann nichts
finden, mein Kleiner, ich kann nichts finden!" Immer noch schreit der
kleine Junge: "Meine Mutter, meine Mutter!"
Der Polizist taucht noch mal unter kommt dann wieder hoch: "Beim besten
Willen, ich kann nichts finden, es tut mir ja soo leid!"
Der Kleine: "Ach ja, dann schmeiß ich die Schraube auch weg!"

Zwei Wochen habe ich auf dem Bauernhof gewohnt und ein Tag verging nach
dem anderen. In der ersten Woche starb ein kleines Schweinchen, da gab´s
die ganze Woche nur Schweinefleisch. In der zweiten Woche ist ein Kälbchen
verunglückt, - hach, die ganze Woche nur noch Kalbfleisch. In der dritten
Woche ist die Oma gestorben, da bin ich aber lieber abgereist!
Das Nasenbohren
Vielleicht das Schönste was es gibt,
besonders, wenn es gut geübt,
was jeder oft und gern getan,
ob schöne Frau und auch der Mann
und selbst das Kind, das kaum geboren,
das ist bestimmt zum Nasenbohren.
Zum Beispiel wenn man hocherfreut
aufs Land geht in der Ferienzeit
und liegt recht gut gelaunt im Grase -
da bohrt man gerne in der Nase.
Erwacht man Wochentags am Morgen
und plagen uns des Alltags Sorgen,
da denkt man an das Bohren nicht,
weil es an Lust und Zeit gebricht.
Dagegen wenn am Sonntag früh,
man ausgeruht von gehabter Müh,
wenn man schon wach ist aber doch
ein Stündlein bleibt im Bette noch,
wenn man für sich so sinnt und döst
und sich von allen irdschen löst,
da nähert sich bald zart und weich
der Zeigefinger seinem Reich.
So ganz von selbst - wie traumverloren -
und es beginnt das Nasenbohren.
Zunächst vorsichtig tastend geht er
hinein nur ein paar Millimeter,
weil schon häufig er am Rand
sehr schöne Nasenpopel fand.
Die trockenen, krustigen und harten -
so ähnlich wie die Schweineschwarten -
die auch, das weiß ein jedes Kind,
gut eßbar und sehr schmackhaft sind.
Ist diese Arbeit dann vorbei,
kommt kleiner Finger an die Reih´.
Er hofft, daß in der Ecke hinten
sich auch noch Nasenpopel finden.
Kaum ist er durch die hohle Gasse
entdeckt er auch schon eine Masse,
die ziemlich klebrig ist und schmierig
und zieht sie gleich heraus begierig.
Der Nasenpopel dieser Art
ist sehr elastisch und sehr zart.
Er ist bei jung und alt beliebt,
weil er stete Unterhaltung gibt.
So dient er uns zum Zeitvertreiben,
indem wir stundenlang ihn reiben.
Und er führt ein sonderbares Leben,
denn er bleibt überall gern kleben:
Im Nasenflügel, in der Hand,
am Tischtuch oder an der Wand,
unter dem Stuhl, an der Hose,
am Ärmel oder Cola Dose;
wenn nun an irgend einem Platzerl
du kleben siehst ein kleine Batzerl,
dann ist es ohne weit´res klar,
daß dies ein feuchter Popel war -
der in der Nase einst gelebt,
gerieben wurde und geklebt -
ob mit Absicht, ob mit List
von keinerlei Bedeutung ist.
Auf jeden Fall ist es nicht schön -
das eine aber bleibt bestehn:
Das Nasenbohren dann und wann,
ergötzlich wirkt für jedermann.
Prost - Mahlzeit!
Ihnen ist hoffentlich auch der Appetit vergangen!

 
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